RoSe-Logo

Verein Rodgauer Segler e.V.



Segeln in der Dänischen Südsee – Zum ersten Mal Einhand!

Ein Erlebnisbericht von Jean-Pierre Luyten

13.-26.06.09

Vorspiel:

Für Juni 2009 hatten Trixi und ich auf Ærø ein Boot gechartert und damit wollten wir zwei Wochen in der Dänischen Südsee segeln gehen. Nun begab es sich, dass die Trixi Ende Mai überraschend absagte. Super! Plötzlich stand ich ohne Crew da. Ich war bis dahin (außer auf der Jolle) noch nie allein gesegelt. Was mache ich nun mit dem gecharterten Boot?

Ich habe sofort Vereinsmitglied Hans angesprochen, mit dem ich in 2008 zweimal auf Ærø segeln war. Aber Marianne und Hans wollten genau zu dieser Zeit mit Freunden wandern gehen und hatten schon alles gebucht. Die Vercharterer auf Ærø, Werner und Annette, schrieben mir, ich solle doch einfach kommen und sehen, was sich machen lässt. Wenn das Wetter zu blöd ist, kann man sowieso nichts machen, und bei schönem Wetter könnte ich es doch allein probieren.

Ich habe mich dann sehr schnell dafür entschieden, es tatsächlich allein zu probieren. Ich habe dies beim Seglertreff Ende Mai bekanntgegeben und mit den besten Wünschen des Vereins im Gepäck bin ich im Juni allein nach Dänemark gefahren.

Es ging los mit einer fürchterlichen Fahrt nach Norden am Donnerstag. Ich stand stundenlang im Stau, zweimal war einige km vor mir ein Lkw umgekippt und die komplette Autobahn war gesperrt. Ich habe bei Kiel-Altenholz zwei Enkelinnen, die Leonie und die Laura besucht (ihre Eltern auch, klar) und wir haben am Freitag mit den beiden und mit Mama Kathrin Großeinkauf gemacht. Am Samstag haben wir noch alle gemeinsam gefrühstückt, diesmal auch mit Papa Sven, und dann ging es endgültig los nach Dänemark.

Samstag 13.06.09: Bootsübernahme in Søby

Um etwa 08:30 bin ich aus Altenholz losgefahren und kurz vor 11:00 war ich in Mommark. Um 11:20 ging es auf die Fähre und eine Stunde später war ich in Søby. Perfekt!

Unterwegs gab es im Radio Warnungen vor Windböen. In Søby erfuhr ich, dass einige Charterer mit Verspätung eingelaufen sind. Nun gut, ich hatte Zeit und wollte am Samstag sowieso nicht hinaus.

Es folgten einige Stunden Schlepperei, um alles vom Auto ins Boot zu bringen und dort unterzubringen. Und alles muss man hier allein machen!

Abends kamen dann Annette und Werner für die Einweisung. Zu meinen vorsichtig vorgebrachten Bedenken sagte Werner, wenn das Wetter nicht mitspielt, kann man eben nichts machen. Und bei schönem Wetter soll ich einfach lossegeln. Das Segeln sei doch einfach, nur soviel Segel setzen wie man handhaben kann, notfalls nur mit Fock, und in aller Ruhe eines nach dem anderen machen. Und das Anlegen ist doch auch nicht schwierig. Wenn einem nichts Besseres einfällt, lässt man sich vom Wind gegen eine Kaimauer oder gegen einen Dalben treiben und dann überlegt man in aller Ruhe, wie man da wieder wegkommt. "Du glaubst nicht, wie schnell die im Hafen alle ihre Fender hinhalten werden, wenn Du da angetrieben kommst. Da brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen!" Ich solle aber immer für genügend Wasser unter dem Kiel sorgen. Und dem Kompass nicht trauen (Stahlschiff). Ja, so ist das.

Danach genehmigte ich mir mein erstes Bier als Einhandsegler. Bis jetzt war alles gut gegangen.

Vollständiger Bericht (PDF, ca 690kB)


Zurück zum Seitenbeginn
Zurück     Home
© Verein Rodgauer Segler e.V.
2009